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Die Regeln PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   

 

Das Spielfeld
Das rechteckige Spielfeld (Einzel: 13,4 x 5,18 Meter, Doppel 13,4 mal 6,1 Meter) wird durch 4cm breite Linien begrenzt. Die Linien sind Teil des Spielfeldbereichs, den sie begrenzen. Das heißt Linienbälle befinden sich im Feld. Oder um es deutlicher auszudrücken: Alle Maße sind Außenmaße.
Ausnahme: Die Mittellinie für die Aufschlaghälften!
Das Netz
Die Netzoberkante ist 1,55 m (an den Pfosten) bzw. 1,524 m (Feldmitte) vom Boden entfernt.
Der Federball
Der Federball darf aus natürlichen und/oder synthetischen Materialien bestehen.
So führt man einen Geschwindigkeitstest von Federbällen aus: kräftiger Unterhandschlag (nicht maximal) von der rückwärtigen Begrenzungslinie (= hintere Aufschlaglinie für Einzel). Der Federball sollte auf der anderen Seite ungefähr auf die hintere Aufschlaglinie für Doppel fallen.
Mögliche Abweichung: ca. + 27 cm/- 15 cm.
Die Geschwindigkeit von Naturfederbällen kann verändert werden, indem man die Spitzen der Federn nach innen (= schneller) oder nach außen (=langsamer) umknickt.
Es ist darauf achten, dass der Federball nicht defekt ist. Denn ein kaputter Federball ist kaum zu kontrollieren und fliegt in den abwegigsten Bahnen. Nur ein einwandfreier Federball fliegt optimal. Es ist immer gut, eine volle Packung (ca. 5 Stück) griffbereit zu haben, denn die Bälle haben einen sehr hohen Verschleiß
Der Schläger
Folgende Maße dürfen nicht überschritten werden:
Gesamtlänge max. 68 cm,
Gesamtbreite max. 23cm.
Bespannte Fläche: Länge max. 28 cm, Breite max. 22 cm.
Die Verlängerung der Besaitung ist bis auf 33 cm zulässig, wenn das verlängerte Stück (also max. 5 cm) max. 3,5 cm breit ist. Ist die Saite gerissen, darf nicht weitergespielt werden.
Das Auslosen
Vor Spielbeginn wird gelost (Münze werfen, Schläger drehen oder Federball hoch- oder gegen das Netz schlagen). Derjenige gewinnt, auf den der Schlägerkopf bzw. der Kork des Federballes zeigt.
Der Gewinner darf wählen zwischen dem ersten Aufschlag, Rückschlag oder Spielbeginn auf einer bestimmten Seite. Wird erster Aufschlag gewählt, darf der Verlierer des Loses die Seite wählen. Wird Rückschlag gewählt, darf er die Seite wählen. Wählt der Losgewinner die Seite, darf der Verlierer zwischen erstem Aufschlag und Rückschlag wählen.
Spiel- und Punktstände

Bei jedem Ballwechsel wird ein Punkt vergeben, der Gewinner eines Ballwechsels hat das nächste Aufschlagrecht, es gibt zwei Gewinnsätze mit 21 Punkten pro Satz (mindestens 2 Punkte Vorsprung müssen vorhanden sein, sonst wird so lange weitergespielt bis der Vorsprung erreicht ist, bei einem Spielstand von 29/29 bringt der folgende Ballwechsel die Entscheidung). Im Dritten Satz wird bei einem Punktestand von 11 Punkten gewechselt.

Die Seite, die einen Satz gewinnt, hat im nächsten das Aufschlagrecht.

Wechsel der Spielfeldseiten

Seitenwechsel dritter Satz: In einem dritten Satz sind beim erstmaligen Erreichen des Punktestandes 11 die Spielfeldseiten zu wechseln.

Die Aufschlagregeln

Sobald die Spieler ihre Positionen eingenommen haben, gilt die erste Vorwärtsbewegung des Schlägerkopfes als Aufschlagbeginn. Der Aufschlag gilt als ausgeführt, wenn der Ball vom Schläger des Aufschlägers getroffen wurde oder der Ball den Boden berührt. Wenn der Aufschläger den Ball nicht trifft und der Federball zu Boden geht oder vom Aufschläger nach dem Anwerfen wieder gefangen wird, ist dies ein Fehler. Ein Fehler liegt auch vor, wenn sich beim Aufschlag der Federball an der Netzkante verfängt und hängenbleibt oder nach Überfliegen des Netzes im Netz hängenbleibt.
Ein Aufschlag darf nicht verzögert werden (mehr als 5 sec.). Ein Teil beider Füße des Aufschlägers und Rückschlägers muß während des Aufschlags in ruhiger Bodenberührung bleiben, d.h. ein Nachziehen eines Fußes ist nicht erlaubt ( = keine ruhige Stellung). Ein Wippen mit dem Fuß ist erlaubt, wenn es nicht als unfaire Handlung angesehen werden kann. Für Auf- u. Rückschläger gilt: nicht die Linien berühren!

Der Ball darf beim Aufschlag nur am Fuß (= Kopf), also nicht an den Federn und auch nicht an Fuß und Federn gemeinsam getroffen werden. Der Balltreffpunkt muß unterhalb der Taille liegen. Der Schlägerschaft muß zum Zeitpunkt des Balltreffens nach unten zeigen. Eine Bewegungsunterbrechung gilt als Täuschung (gleichmäßige Beschleunigung!).

Der Aufschläger und der Rückschläger stehen sich in ihren Feldern schräg gegenüber. Der Aufschlag erfolgt in das diagonal liegende Aufschlagfeld der gegnerischen Seite. Beim Doppel dürfen die Partner von Auf- u. Rückschläger (auf ihrer Spielfeldseite) überall stehen, sie dürfen aber den Aufschläger/Rückschläger nicht in der Sicht behindern.
Eine Wiederholung eines Aufschlages gibt es, wenn der Aufschläger und der Rückschläger bei der Aufschlagausführung gleichzeitig einen Fehler machen (z. B. beide heben einen Fuß an). Eine Wiederholung muß auch dann erfolgen, wenn der Rückschläger nicht bereit war. Ein Rückschläger war bereit, wenn er a) mit Blick auf den Aufschläger ruhig stand und b) einen Rückschlagversuch unternahm.

Aufschlagfehler zusammengefasst:
  • Der Ball wird beim Aufschlag oberhalb der Hüfte getroffen.
  • Der Ball landet nicht im Annahmefeld.
  • Der Ball wird in das Netz geschlagen.
  • Der Ball berührt den Körper.
Das Einzelspiel
Der Aufschlag wird vom rechten Aufschlagfeld ausgeführt und vom rechten zurückgeschlagen, wenn der Aufschläger noch keine Punkte oder eine gerade Punktzahl in diesem Satz hat. Der Aufschlag wird vom linken Feld ausgeführt und im linken angenommen, wenn der Aufschläger eine ungerade Punktzahl hat. Der Aufschlag ist immer ins diagonal gegenüber dem Aufschlagspieler befindlichen Aufschlagfeld zu spielen. Der Rückschläger richtet sich stets nach dem Punktestand des Aufschlägers.
Das Doppelspiel
(Damendoppel, Herrendoppel, gemischtes Doppel)

Zu Beginn eines Satzes und jedesmal, wenn eine Seite das Aufschlagrecht gewinnt, wird der Aufschlag vom rechten Aufschlagfeld ausgeführt.
Berührt der Federball beim Aufschlag den Partner des Rückschlägers, gewinnt die aufschlagende Seite den Punkt (auch, wenn der Aufschlag nicht ins diagonale Aufschlagfeld gegangen wäre). Bei Beginn eines Satzes hat die zuerst aufschlagende Seite nur ein Aufschlagrecht. Bei Verlust geht das Aufschlagrecht daher nicht an den Partner, sondern gleich an den Rückschläger. Danach hat jede Seite zwei Aufsehlagrechte. Jede Seite darf also so lange aufschlagen, bis sie einen zweiten Fehler begeht. Nach Verlust des Aufschlagrechtes des ersten Aufschlägers geht es an seinen Partner über. Der darf nun ebenfalls so lange Punkte machen (=aufschlagen), bis seine Seite einen weiteren Fehler macht. Danach geht das Aufschlagrecht an die andere Seite.
Auf der Seite mit dem Aufschlagrecht beginnt immer der Spieler, der im rechten Aufschlagfeld steht mit dem Aufschlag. Er schlägt den Federball zu dem Spieler im diagonal gegenüberliegenden Doppel-Aufschlagfeld. Der Aufschlagende hat im Spielverlauf immer dann im rechten Aufschlagfeld zu stehen, wenn die eigene Seite eine gerade Punktzahl hat ( also z.B. 0, 2, 4, 6 usw). Die Punktzahl des Gegners spielt keine Rolle. Der Partner dieses Spielers steht bei gerader Punktzahl immer links. Bei ungerader Punktzahl steht der Aufschläger links, sein Partner rechts. Für das rückschlagende Paar gelten die gleichen Regeln.

Eine Verwechslung des Aufschlagfeldes liegt vor, wenn:

  • ein Spieler außerhalb der Reihenfolge den Aufschlag ausgeführt hat (wenn er aufschlägt, obwohl die andere Seite das Aufschlagrecht hat oder wenn sein Partner eigentlich den Aufschlag ausführen müßte)

  • vom falschen Aufschlagfeld aus aufgeschlagen wurde

  • ein Rückschläger im falschen Aufschlagfeld steht. Bei Verwechslung gilt: wenn sie noch vor Beginn des nächsten Ballwechsels bemerkt wird, wird korrigiert. Bei Bemerken nach einem Ballwechsel, aber noch vor dem nächsten Aufschlag gilt a) Korrektur der Verwechslung und Wiederholung, wenn die schuldige Seite den Punkt gemacht hat
  • die veränderte Stellung bleibt bestehen, der Ballwechsel zählt, wenn ihn die schuldige Seite verloren hat.

Haben Spieler auf beiden Seiten falsch gestanden und wird dies vor dem nächsten Ballwechsel bemerkt: Korrektur und Wiederholung. Wird die Verwechslung nicht vor Ausführung des nächsten Aufschlages bemerkt, bleibt sie für den Rest des Satzes bestehen.

Fehler

Ein Fehler liegt vor wenn:

  • der Federball außerhalb der Begrenzungslinien des Spielfeldes den Boden berührt, er durch das Netz oder unter dem Netz hindurchfliegt, er das Netz nicht überfliegt; er das Dach*, die Decke* oder die Seitenwände berührt; er einen Spieler oder seine Kleidung berührt (auch wenn sich der Spieler außerhalb des Spielfeldes befindet); er irgendeinen anderen Gegenstand oder eine andere Person außerhalb der Spielfeldumgebung berührt.

  • sich im Spiel der Anfangsberührungspunkt mit dem Federball nicht auf der Seite des Netzes des Schlagenden befindet. Der Schlagende darf aber im Verlauf eines Schlages mit seinem Schläger dem Federball über das Netz folgen. Ein Rückschlag darf schon erfolgen, wenn erst ein Teil des Federballes das Netz überflogen hat.

  • ein Spieler, während der Ball im Spiel ist, das Netz oder dessen Haltevorrichtung mit dem Schläger, seinem Körper oder seiner Bekleidung berührt; er mit dem Schläger oder seinem Körper über dem Netz in das gegnerische Spielfeld eindringt; er mit dem Schläger oder seinem Körper unter dem Netz in das gegnerische Spielfeld eindringt und der Gegner dadurch behindert oder gestört wird (erlaubt ist es jedoch, beim Versuch einen netznahen Ball zurückzuschlagen mit dem Fuß oder einem Teil des Schlägers in die gegnerische Seite einzudringen, nur darf der Gegner nicht behindert werden); er den Gegner daran hindert, einen zulässigen Schlag auszuführen, der dem Federball über das Netz folgt (also nicht erlaubt: Schläger einfach über die Netzkante halten, um einen Ball abprallen zu lassen); er während des Spieles seinen Gegner vorsätzlich durch irgendwelche Handlungen wie Rufen oder Gebärden ablenkt.
  • der im Spiel befindliche Ball vom, Schläger aufgefangen und festgehalten wird und dann geschleudert wird; der Ball vom selben Spieler zweimal hintereinander mit 2 Schlägen geschlagen wird; der Ball von einem Spieler und dessen Partner hintereinander geschlagen wird (im Doppel).
Wiederholung
1.) Eine Wiederholung kann bei jedem unvorhergesehenen oder unbeabsichtigten Ereignis gegeben werden, also wenn etwas zufällig und ungewollt geschieht:
  • Berührung des Daches oder herabhängender Teile durch den Ball (obige Fußnote)

  • Berührung eines über die Netzkante (über 1,55 Meter) hinausragenden Teiles des Netzpfostens durch den Ball sofern der Pfosten auf der seitlichen Begrenzungslinie für Doppel steht. Steht er außerhalb: Fehler. Ist der Pfosten nicht höher als das Netz wird so entscheiden, als wenn die Netzkante berührt worden wäre.

  • Ein Gegenstand (z. B. Federball aus Nachbarfeld) fällt ins Spielfeld oder den Auslauf oder durchfliegt den Raum über dem Spielfeld. Wenn eine Person durch den Auslauf geht und einen Spieler irritiert oder beeinträchtigt, gibt es auch Wiederholung.
    Eine Wiederholung kann gegeben werden, wenn der Ball der Sicht des Schiedsrichters oder eines Spielers zeitweilig entzogen wird. weil er herabhängende Teile oder Balken überfliegt oder hinter diesen entlangfliegt.
    Keine Wiederholung gibt es, wenn im Doppel eine Behinderung durch den Partner erfolgt.

2.) Eine Wiederholung gibt es, wenn:

  • der Federball sich derart im Netz verfängt, daß er auf der Oberkante hängenbleibt, oder nach Überfliegen des Netzes im Netz hängenbleibt (bei einem Aufschlag gilt dies nicht)

  • während des Aufschlages sowohl Rückschläger wie auch Aufschläger gleichzeitig einen Fehler begehen

  • der Aufschläger den Aufschlag ausführt, bevor der Rückschläger bereit ist

  • während des Spieles der Federball auseinanderfällt und sich der Fuß vollständig vom übrigen Federball löst: keine Wiederholung gibt es aber wenn der Ball durch Zusammenziehen des Korbes zur "Rakete" wird.
Federball nicht im Spiel

Ein Federball ist nicht mehr im Spiel, wenn:

  • er das Netz berührt und sich dort verfängt oder an der Netzoberkante hängenbleibt.

  • er das Netz oder den Pfosten berührt und dann beginnt auf der Netzseite des den Schlag ausführenden Spielers auf den Boden des Spielfeldes zurückzufallen (also bei Beginn der Abwärtsbewegung ist der Federball nicht mehr im Spiel, d.h. ein Gegner, der nach Beginn der Abwärtsbewegung mit seinen Schläger das Netz berührt begeht keinen Fehler).

  • er den Boden des Spielfeldes berührt.
  • der Tatbestand eines Fehlers oder einer Wiederholung vorliegt.
Spielunterbrechung
  • zwischen dem 1. und 2. Satz ist eine Pause von max., 90 Sekunden erlaubt, in der auch ein Trainer Ratschläge geben darf (Coaching).

  • zwischen dem 2. und 3. Satz ist eine Pause von max., 5 Minuten erlaubt. Die Spieler dürfen, wenn beide es wünschen, kürzere Pausen machen oder sofort weiterspielen. Im Doppel reicht es, wenn einer der Spieler eine Pause verlangt. Das Präparieren neuer Bälle und Maßnahmen zur Regeneration, für Kleiderwechsel und Materialpflege, müssen in dieser Zeit geschehen.

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